| Waldbrandgefahrenstufe |
2 von 5 - geringe Gefahrab 19.05.2026 |
UNESCO-Prädikat für die Flusslandschaft Elbe
Die Elbe mit ihren Nebenflüssen, bestimmt durch ihre wechselnden Wasserstände, geben Takt und Thythmus einer einzigartigen Natur an, die einen besonderen Rückzugsraum für viele in Europa selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten bietet. Besonders im Abschnitt der Unteren Mittelelbe zwischen Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein hat sich - verglichen mit anderen großen Strömen - eine für Mitteleuropa einmalige Flussaue weitgehend naturnah entwickeln können. Den intakten Zustand der Flusslandschaft zu erhalten und sie wirkungsvoll zu schützen, kann nur im länderübergreifenden Verbund von Erfolg gekrönt sein. Deshalb haben sich die fünf Bundesländer Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zusammen getan, um über 400 Flusskilometer dieser weitläufigen Auenlandschaft als Biosphärenreservat nachhaltig zu entwickeln. Bereits seit 1997 ist diese länderübergreifende "Nationale Naturlandschaft" von der Weltorganisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) mit de3m begehrten Prädikat "Biosphärenreservat" ausgezeichnet worden. Mit über 3.400 Quadratkilometer gehört es zu den größten Schutzgebieten im deutschen Binnenland und zu den größten Biosphärenreservaten in Europa.
Der mecklenburgische Teil des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats umfasst451 Quadratkilometer und erstreckt sich auf einer Länge von ca. 65 km entlang der niedersächsischen Grenze zwischen Boizenburg, Lübtheen und Dömitz
Historische und vielfältige Kulturlandschaft
Obwohl das Flussbett der Elbe seit dem 13. Jhd. mittels Deich- und Buhnenbau reguliert wird, bestimmen nach wie vor die Hochwässer den ursprünglichen Charakter dieser vom Menschen geprägten Kulturlandschaft. Der regelmäßige Hochwassereinfluss trug dazu bei, dass die Landnutzung weniger intensiv betrieben wurde und sich in den letzten Jahrzehnten eine für Mitteleuropa einmalige Flussauenlandschaft naturnah entwickeln konnte.
Kennzeichnend sind die weitläufigen, meist extensiv genutzten Grünländer der breiten Talaue, die von mehreren z.T. noch sehr naturnahen Nebenflüssen, wie z.B. Sude und Rögnitz, durchzogen werden. Zahlreiche Feuchtgebiete verzahnen sich auf engstem Raum mit Resten natürlicher Au- und Bruchwälder und den besonders schützenswerten Trockenbiotopen der Binnendünen und Elbuferhänge. Die überwiegend landwirtschaftlich und forstlich genutzten Hochflächen im Norden des Gebietes stellen mit den über 50 m hohen Steilhängen einen landschaftlich besonders markanten Übergang zum Elbetal dar.