| Waldbrandgefahrenstufe |
2 von 5 - geringe Gefahrab 19.05.2026 |
Seit dem 19. Jahrhundert lebten in Lübtheen auch einige Einwohner jüdischer Religion. Zwei Familiennamen sind bekannt — Wolff und Wolfenstein. 1933, nach Beginn der nationalsozialistischen Diktatur, waren es die Kaufmannsfamilie Wolff und der seit dem Jahre 1901 hier ansässige Arzt Dr. Bernhard Aronsohn.
Vom Textilgeschäft Wolff ist bekannt, dass 1825 ein Moses Wolff den Textilhandel als Reisegewerbe begründete. Er fuhr über Land und bot Kleidung zum Verkauf an. Wann genau das Ladengeschäft in Lübtheen eröffnet wurde, ist nicht überliefert. 1925 wird das 100. Geschäftsjubiläum mit einem Bericht in den „Lübtheener Nachrichten" gewürdigt.
Ab 1933 begann die Schikane und Diffamierung der jüdischen Bürger auch in Lübtheen.
Die Enteignung muss bald darauf erfolgt sein, denn bereits Anfang Oktober wird das Geschäft unter der Leitung eines ehemaligen Angestellten wieder eröffnet.
Fünf Stolpersteine erinnern seit dem 16. Juni 2006 an die jüdischen Opfer des Holocaust aus Lübtheen.
Der Chronist Angerstein berichtet in der von ihm verfassten Chronik auch von der Ermordung der Meta Wolff.
Stolpersteinverlegung im Beisein von Ministerpräsident Harald Rings-dorff, des ersten Bürgermeisters der Hansestadt Hamburg Ole von Beust, Minister Till Backhaus, Maika Friemann-Jennert, Landrat Rolf Christiansen und Bürgermeisterin Ute Lindenau.
Text: Buch Gestern und Heute 650 Jahre Lübtheen von Marlies Bünsch