| Waldbrandgefahrenstufe |
2 von 5 - geringe Gefahrab 19.05.2026 |
Herrenhaus Garlitz um 1900
Gutshaus Garlitz
Ebenso wie in vielen anderen Dörfern im Südwesten Mecklenburgs war in Garlitz im 15. Jahrhundert ein Gutsherr aus der Familie von Pentz zu Hause. Die erste Urkunde soll aus dem Jahr 1520 stammen.
Das Herrenhaus ist aus dem 19. Jahrhundert (1868). Es ist ein zweigeschossiger Putzbau mit neun Achsen. Die Dekorationselemente sind dem Klassizismus zuzurechnen.
Über Vorgängerbauten ist nicht bekannt.
Im 18. Jahrhundert ging es den sechs Garlitzer Bauern wirtschaftlich gut. Nach einem Besitzwechsel des Gutes wurden ihnen aufgrund eines alten Privileges vom neuen Herrn neue Verträge mit weitaus schlechteren Konditionen aufgezwungen. Dreißig Jahre dauerte dieser Zustand, dann 1790 folgte der letzte Schlag, die sechs Büdner wurden gelegt (die Ländereien zum Gutshof zugelegt) und aus dem Gut Garlitz wurde mit Zustimmung der herzoglichen Kammer ein Lehngut.
Die Verwaltung von Garlitz und Brömsenberg war lange dem Lübtheener Schulzen übertragen. Erst ab dem Jahr 1811 wurde der Ortschaft ein eigener Schulze gestellt.
Im 19. Jahrhundert kauft August von Laffert den Besitz. Ab 1937 wird das Gut aufgesiedelt. Das Herrenhaus und der Resthof bleiben jedoch im Besitz der Familie von Laffert bis zur Enteignung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Das Gutshaus diente erst Flüchtlingen als Unterkunft. Ab 1950 wurde ein Alten- und Pflegeheim hier eingerichtet und bis 1993 als solches genutzt.