| Waldbrandgefahrenstufe |
2 von 5 - geringe Gefahrab 19.05.2026 |
Anzahl der Einwohner 7
Südwestlich vom Lübtheener Stadtgebiet liegt der Ortsteil Lank.
Das Gut Jessenitz wechselte von 1794 bis 1798 dreimal den Besitzer. Vor dem ersten Verkauf gab es sechs Bauern und vier Kossathen. Kossathen waren Dorfbewohner mit einer Kate und nur geringem Landbesitz.
Der erste neue Eigentümer des Gutes legte (enteignete) sofort zwei der Bauern und alle Kossathen. Die übrigen Bauern bekamen einen neuen Pachtvertrag.
Es gab zwischen den verbliebenen vier Bauern und den neuen Herren ständig Auseinandersetzungen. 1801 lief zudem der 1795 abgeschlossene Pachtvertrag aus. Der aktuelle Besitzer des Gutes hatte kein Interesse an einer Verlängerung, lieber wollte er die Bauern wieder in Dienstpacht (Zwangsarbeit) bringen.
Die Bauern wandten sich an das damals zuständige Amt in Wittenburg und an die Regierung in Schwerin. Die herzogliche Kammer entschied zu Gunsten der Bauern. Es kam schließlich zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung. Die Sache endete damit, dass die vier Hauswirte (Bauern) neue Hausbriefe erhielten. Sie bekamen ab 1803 neue Ländereien auf der Luhrupp an der Grenze zu den Ländereien von Lübtheen. Ihre Gebäude mussten sie in Jessenitz abbrechen und auf neuer Flur wieder aufbauen. So entstand ab 1803 der Ortsteil Lank.