Anzahl der Einwohner 246
Garlitz liegt nordwestlich des Lübtheener Stadtgebietes an der Grenze zum niedersächsischen Amt Neuhaus. Die Sude fließt durch das Dorf.
Ebenso wie in vielen anderen Dörfern im Südwesten Mecklenburgs war in Garlitz im 15. Jahrhundert ein Gutsherr aus der Familie von Pentz zu Hause. Die erste Urkunde soll aus dem Jahr 1520 stammen
Das Herrenhaus ist aus dem 19. Jahrhundert (1868). Es ist ein zweigeschossiger Putzbau mit neun Achsen. Die Dekorationselemente sind dem Klassizismus zuzurechnen.
Über Vorgängerbauten ist nicht bekannt.
Im 18. Jahrhundert ging es den sechs Garlitzer Bauern wirtschaftlich gut. Nach einem Besitzwechsel des Gutes wurden ihnen auf Grund eines alten Privileges vom neuen Herrn neue Verträge mit weitaus schlechteren Konditionen aufgezwungen. Dreißig Jahre dauerte dieser Zustand, dann 1790 folgte der letzte Schlag, die sechs Büdner wurden gelegt (die Ländereien zum Gutshof zugelegt) und aus dem Gut Garlitz wurde mit Zustimmung der herzoglichen Kammer ein Lehngut.
Die Verwaltung von Garlitz und Brömsenberg war lange dem Lübtheener Schulzen übertragen. Erst ab dem Jahr 1811 wurde der Ortschaft ein eigener Schulze gestellt.
Im 19. Jahrhundert kauft August von Laffert den Besitz. Ab 1937 wird das Gut aufgesiedelt. Das Herrenhaus und der Resthof bleiben jedoch im Besitz der Familie von Laffert bis zur Enteignung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Das Gutshaus diente erst Flüchtlingen als Unterkunft. Ab 1950 wurde ein Alten- und Pflegeheim hier eingerichtet und bis 1993 als solches genutzt.
Inzwischen ist das wieder privatisierte Haus saniert.
Die landwirtschaftlichen Flächen sind nach der Auflösung der LPG verpachtet.
Einen Reiterhof der Familie Möller und viele handwerkliche u. a. Betriebe sind hier ansässig.
Die Ortsteile Garlitz, Brömsenberg, Gudow und Langenheide (ehemals Gemeinde Garlitz) liegen im Nordwesten des Stadtgebietes von Lübtheen. Urkundlich wurde Garlitz erstmalig um 1520 in den Lehnakten als domaniales (herzogliches) Bauerndorf erwähnt. Im Jahr 1590 vermerkte der Neuhauser Amtsschreiber Manecke in seinem Grenzbuch, dass "an der Gudow im Wasser der Rögnitz der Zöllner von Garlitz, Jürgen Magdeburg, einen Schlagbaum hat setzen lassen". Hiermit war die Zollstelle Garlitz - der Grenzzoll wurde erst 1868 wieder abgeschafft - errichtet.
Die Besiedlung des Dorfes Garlitz-Brömsenberg ging auf eine Verordnung des Landesfürsten Christian Ludwig von 1753 zurück, in der dieser den Büdnerbau für das Dorf befahl. Die Verwaltung des Dorfes Garlitz-Brömsenberg wurde zunächst dem Schulzen von Lübtheen übertragen. Erst im Jahre 1811 wurde der Ortschaft ein eigener Schulze gestellt, im Jahr 1835 in Brömsenberg eine Wassermühle erbaut. Im Westen grenzt Garlitz an das Amt Nauhaus, das zum Landkreis Lüneburg gehört.





