| Waldbrandgefahrenstufe |
2 von 5 - geringe Gefahrab 19.05.2026 |
© Stadt LübtheenDr. B. Aronsohn kam 1901 als zweiter hier niedergelassener Arzt nach Lübtheen. Es war die Zeit des Aufschwungs in Lübtheen. Der Beginn der Kali- und Steinsalzbergbauzeit brachte einen enormen Anstieg der Einwohnerzahlen mit sich und für den bisher allein tätigen Sanitätsrat Dr. Seeler trat durch die neue Praxis Aronsohn eine spürbare Entlastung ein. Die gute, freundschaftliche Zusammenarbeit der beiden Mediziner war für den Ort Lübtheen ein Segen. Der Bau eines Krankenhauses in Lübtheen im Jahr 1903 war eine Folge des Engagements und der Forderung nach besserer medizinischer Versorgung der Bevölkerung durch diese beiden Männer. Die spätere Anstellung einer Gemeindeschwester geschah auf Initiative von Dr. Aronsohn.
Zeitungsartikel vom 20. November 1926: Dr. Aronsohn begeht das 25. Praxisjubiläum in Lübtheen.
Den jüdischen Ärzten in Deutschland wird im Jahr 1938 ein Berufsverbot erteilt. Im November 1938 wird Bernhard Aronsohn in sogenannte „Schutzhaft" genommen. Zwar wird er bald wieder entlassen, doch nun durfte er nicht mehr praktizieren. Sein Haus mit allem Mobiliar und der Einrichtung der Praxis verkauft er zu einem Schleuderpreis und zieht nach Hamburg.
Sein Leben und verdienstvolles Wirken in Lübtheen, die Flucht nach Hamburg, die 1942 erfolgte Deportation nach Auschwitz und die Ermordung dort dokumentiert eine Ausstellung im Lübtheener Museum.
Während der DDR-Zeit wurde einzig das Schicksal des Arztes Dr. B. Aronsohn in der Erinnerung der LObtheener wach gehalten. Eine Gedenktafel wurde ihm zu Ehren an seinem ehemaligen Haus um 1970 angebracht.
Während der DDR-Zeit wurde einzig das Schicksal des Arztes Dr. B. Aronsohn in der Erinnerung der Lübtheener wach gehalten. Eine Gedenktafel wurde ihm zu Ehren an seinem ehemaligen Haus um 1970 angebracht.
Literaturverzeichnis: 650 Jahre Lübtheen, Gestern und Heute Text von Marlies Bünsch, Stadt-Bild-Verlag Leipzig 2013