Ortsteile der Stadt Lübtheen

Stadt Lübtheen
Luftbild von Lübtheen © Stadt Lübtheen

Die amtsfreie Stadt Lübtheen liegt geographisch gesehen im Südwesten des Landesteiles Mecklenburg: in einer Entfernung von ca. 13 km zur Elbe inmitten der sogenannten "Jabler Heide", einem sandigen, mit dichten Kiefernwäldern gesegneten Landstrich zwischen Sude und Rögnitz. Im Westen grenzt das Stadtgebiet an das Gebiet des zum Landkreis Lüneburg gehörende Amtes Neuhaus.

Die Stadt Lübtheen wurde mit dem Vertrag vom 28.10.1991 zum Verwaltungssitz und zur Amtsverwaltung des Atmes Lübtheen. Sie erledigte alle Verwaltungsaufgaben der amtsangehörigen Gemeinden Lübtheen, Garlitz, Gößlow und Jessenitz mit ihren Ortsteilen.

Zum 01.01.1995 wurde die Stadt Lübtheen geschäftsführende Gemeinde des Amtes Lübtheen und hatte damit auch wieder einen hauptamtlichen Bürgermeiser, der gleichzeitig leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Lübtheen war. Mit diesem Tag waren die Mitarbeiter der Verwaltung wieder Angestellte der Stadt Lübtheen und nicht mehr des Amtes Lübtheen.

Am 13. Juni 2004 fusionierten die ehemals eigenständigen drei Gemeinden Gößlow, Garlitz und Jessenitz mit der Stadt Lübtheen und ihren Ortsteilen und die Stadt Lübtheen wurde wieder amtsfrei.

Die Hauptsatzung der Stadt legt im § 12 das Gemeindegebiet fest.

Es besteht aus 19 Ortsteilen.

(Die Angaben zu den Einwohnerzahlen beziehen sich auf den Stichtag 09.02.2015)

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Ortsteile der Stadt Lübtheen

Ortsteile der Stadt Lübtheen

Bandekow

Anzahl der Einwohner 20

Bandekow ist einer der kleinsten Ortsteile der Stadt Lübtheen. 1363 gehörte das spätere Gutsdorf Bandekow zum Burglehen Redefin.

Die Ortsbezeichnung Bandekow ist die Ableitung des Ortsnamen: Ort des Badek.

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Benz

Anzahl der Einwohner 54

Benz bildete lange Zeit eine Pertinenz des Redefiner Besitzes der Familie von Pentz. Ein eigenständiges Gut wurde es erst später. In der Urkunde vom 14. August 1363 wird das große „Berndsholt“ genannt, ein ehemaliges Waldrevier – hier ist heute die Ortschaft Benz zu finden. 1493 ist vermutlich das Jahr der ersten Erwähnung.

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Briest

Anzahl der Einwohner 20

Briest ist ein sehr kleiner Ortsteil südlich von Lübtheen gelegen.

Im Jahr 1710 gründete Cuno Markwardt von Pentz die Meierei Briest. Allerdings trug diese damals noch den Namen „Lauhof“. Erst ab 1735 wird der kleine Ort Briest genannt.

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Brömsenberg

Anzahl der Einwohner 71

Brömsenberg ist um 1770 entstanden. Es ist ein Straßendorf mit meist nur einseitiger Bebauung, ebenfalls an der Sude gelegen.

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Garlitz

Anzahl der Einwohner 256
Besonderes altes Guthaus in Familienbesitz

Garlitz liegt nordwestlich des Lübtheener Stadtgebietes an der Grenze zum niedersächsischen Amt Neuhaus. Die Sude fließt durch das Dorf.

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Gößlow

Anzahl der Einwohner 139

Besonderes: Altes Gutshaus in Familienbesitz

Der Ortsteil Gößlow befindet sich im Nordosten des Stadtgebietes von Lübtheen. Mit den Ortsteilen Bandekow, Lübbendorf und Neuenrode bildeten diese Orte bis zum Jahr 2004 (Auflösung des Amtes Lübtheen) die Gemeinde Gößlow.

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Gudow

Anzahl der Einwohner 34

Gudow, westlich der Stadt Lübtheen an der Rögnitz gelegen ist ein kleines Dorf, in dem es schon 1590 eine Zollstelle gab. Darüber berichtet der Neuhauser Amtsschreiber in seinem Grenzbuch: „An der Gudow im Wasser der Rögnitz hat der Garlitzer Zöllner Jürgen Magdeburg einen Schlagbaum setzen lassen.“ Der Grenzzoll wurde erst 1868 wieder abgeschafft.

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Jessenitz

Anzahl der Einwohner 161
Besonderes saniertes Schloss in Familienbesitz

Die Ortsteile JessenitzJessenitz-Werk und Jessenitz-Siedling liegen südlich bzw. südwestlich von Lübtheen.

Der Name Jessenitz ist wendischen Ursprungs, übersetzt in die deutsche Sprache - der Eschenort. Die urkundliche Ersterwähnung fällt in die Mitte des 16. Jahrhunderts (um 1559). Karl Puls, ein von der Lank stammender Heimatforscher des 20. Jahrhunderts, berichtet in seiner Chronik von jessenitz, das es ein Rundlingsdorf war. Vermutlich wurde das Wendendorf im Zuge der germanischen Kalonisationsbestrebungen zerstört. Die Feldmark diente den Dörfern Lübtheen, Trebs und Volrzade als Weide. Das später an Stelle der alten Dorfstatt errichtete Jessenitz war lange eine Pertinenz (Nebengut) des Gutes Volzrade.

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Jessenitz-Siedlung

Anzahl der Einwohner 23

siehe hierzu auch Jessenitz

Jessenitz-Siedlung ist der jüngste Lübtheener Ortsteil. Acht Bauernhöfe wurden ab 1936 südwestlich von Jessenitz neu errichtet. Die späteren Besitzer kamen ab 1938 bis 1941 aus der Lüneburger Heide und aus Schleswig Holstein. Ihre ehemaligen Höfe mussten dort für den Bau von Truppenübungsplätzen weichen.

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Jessenitz-Werk

Anzahl der Einwohner 210
Besonderes Ansiedlung der Firma Rudolf Dankward GmbH (Aerosl- und Verpackungstechnik)

siehe hierzu auch Jessenitz

Die Ortsbezeichnung von Bergwerk Jessenitz in Jessenitz-Werk änderte sich nach dem Zweiten Weltkrieg.

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Langenheide

Anzahl der  Einwohner 58

Langenheide wurde 1598 in Lehnsakten erstmals erwähnt.

Die sechs Langenheider Bauern gehörten zur Gutsherrschaft Melkof. 1826 wurden die bäuerlichen Verhältnisse neu reguliert und die sechs Bauern aus Langenheide bekamen per Vertrag vom 25. Oktober 1826 etwas außerhalb des Dorfes neu aufgebaute Gehöfte mit Wohnhaus, Stallung und Scheune. Ihre alten Gehöfte traten sie dafür ab. Mit dem Vertrag wurde das Erbpachtrecht erteilt.

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Lank

Anzahl der Einwohner 13

Südwestlich vom Lübtheener Stadtgebiet liegt der Ortsteil Lank.

Die Ansiedlung von vier Hauswirten (Bauernhöfen) im Jahr 1803 geht auf eine Verordnung von Herzog Christian Ludwig aus dem Jahr 1753 zurück.

Die vier Häuser wurden in Jessenitz abgerissen und auf der sogenannten „Luhrup“ wieder aufgebaut. Für die Höfe wurde das Erbpachtrecht erteilt.

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Lübbendorf

Anzahl der Einwohner 119

Für Lübbendorf wird 1431 als Jahr der ersten Urkunde genannt, was aber nicht belegt werden kann. Ein anderer Bericht aus dem 1498 über die Erhebung einer Kaiserbede als Kopfsteuer stammt aus dem Jahr 1498. Vermutet wird, das Berghude, ein untergegangenes Dorf, schon im 14. Jahrhundert in der Feldmark des heutigen Lübbendorf lag.

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Neu Lübtheen

Anzahl der Einwohner 38
Besonderes Sitz und Bühne des Vereins Theater Kulturkate e.V.

Neu Lübtheen entstand durch die Hinaussiedlung von 14 Lübtheener Bauern auf die noch unkultivierte Heide im Südwesten des damaligen Markfleckens Lübtheen.

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Neuenrode

Anzahl der Einwohner 22

Der Ortsteil Neuenrode geht auf eine Regulierung der bäuerlichen Verhältnisse durch den Großherzog Paul Friedrich zurück. Ab ca. 1835 wurden die Wohn- und Stallgebäude erbaut. Zehn Erpachthufen wurden dann mit Vertrag vom 3. April 1838 zwischen dem Gutsbesitzer von Koenenmann und den einzelnen Hauswirten neu eingerichtet. Vier dieser Erbpachthufen lagen auf der Feldmark Warlitz –später Neuenrode Chaussee genannt und sechs weitere Erbpachthufen auf der Feldmark Goldenitz – später als Neuenrode Renz bezeichnet.

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Probst Jesar

Anzahl der Einwohner 117
Besonderes Waldbad/Badesee

Der einzige Ort mit einem richtigen See in der Griesen Gegend ist Probst Jesar. Um die Entstehung dieser Pinge (ein Einsturz an der Erdoberfläche) rankt sich eine Sage. Danach verdanken wir diesen schönen Waldsee der Rache der Tatern (Zigeuner).

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Quassel

Anzahl der Einwohner 147
Besonderes saniertes Schloss in Familienbesitz

Der Name des Dorfes Quassel hat nichts damit zu tun, das man hier vielleicht besonders redegewandt oder gesprächig ist. Wie eigentlich alle Ortsnamen ist auch Quassel ein Name aus wendischer Zeit und soll von einem Personennamen abgeleitet sein (Quas oder Quasola).

Um 1451 oder 1453 liegt die urkundliche Erstnennung. Die von Lützow waren die ersten Lehnsherren in Quassel.

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Trebs

Anzahl der Einwohner 131

Im Kaufvertrag vom 14. August 1363 heißt es u.a. in der Aufzählung der verkauften Dörfer: "dat halve dorp tume Trebße". Damit war das auch die erste urkundliche Nennung des Dorfes Trebs.

Ableitung des Ortsnamens: Ort des Trebses, der Trebsa

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Volzrade

Anzahl der Einwohner 117
Besonderes saniertes Herrenhaus

Die erste Urkunde in der Volzrade genannt wird, ist die vom 14. August 1363. Heinrich von der Hude verkaufte damals seinen Besitz in der Jabel Heide an Herzog Albrecht von Mecklenburg. Erste Siedler auf dem Gebiet des heutigen Volzrade soll es schon um 1200 gegeben haben.

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Hintergrundbild: Jörn Lehmann